Celina Gerecke & Antonia Unger

Der Flug war gebucht, unsere Reise stand fest! Die Vorfreude auf die zwei bevorstehenden Wochen in Cuenca, Ecuador war riesig.

Als unsere Schule uns letztes Jahr dazu motivierte Teil an einem sozialen Projekt zu nehmen, kam uns relativ schnell die Idee uns für die Stiftung Avanzar einzusetzen. Wir erkundigten uns etwas genauer und erfuhren von der Ludoteca im öffentlichen Krankenhaus Vincente Corral Moscoso, welche die Stiftung mit ihren Gewinnen finanzierte. Wir waren sehr begeistert von diesem System und sehr motiviert dort 2 Wochen lang mitzuhelfen.
Zudem wurde uns noch die Aufgabe erteilt als Lego-Botschafter das sogenannte SixBricks Programm in der Ludoteca einzuführen. Das SixBricks Programm ist eine Kollektion von Lernspielen, für die man nur sechs Lego Bausteine benötigt. Unser Auftrag war es die Spiele den Mitarbeitern zu erklären, damit diese richtig vollzogen werden würden und die Legobausteine auch nachhaltig gebraucht werden konnten.

Als wir vor der Abreise erfuhren in welch schlechten Verhältnissen die Familien der kranken Kinder lebten, wollten wir sie unabhängig von unserer Arbeit vor Ort in einem anderen Bereich unterstützen. Wir planten Geld zu sammeln, um unter anderem Essensgutscheine zu kaufen und zu verteilen. Die Angehörigen können sich oft nur maximal eine Mahlzeit am Tag leisten. Mit diesem Ziel vor Augen veranstalteten wir einen Kuchenverkauf über mehrere Tage an unserer Schule (Realgymnasium Rämibühl, Zürich). Mit der Unterstützung unsere Lehrer und Mitschüler wurde der Verkauf zu einem sehr grossen Erfolg und wir nahmen 1500 Fr. ein. Voller Freude, dass wir nun auch finanziell etwas beitragen konnten traten wir unsere Reise im Oktober 2016 an.

Nach einem langen Flug wurden wir sehr herzlich von Margarita Forsters Eltern in Empfang genommen. Trotz fehlender Spanisch Kenntnisse wurden wir auf Anhieb in die Familie aufgenommen und fühlten uns wie zu Hause. Die folgenden zwei Wochen verbrachten wir von morgens bis abends im Krankenhaus: wir spielten mit den Kindern in der Ludoteca, munterten die ans Bett gefesselten Patienten mit Spielen auf und versuchten die Angehörigen der Kinder so gut wie möglich zu entlasten. Mit manchen Kindern knüpften wir sehr engen Verbindungen und teilweise wurden wir schon früh morgens von ihnen vor der Ludoteca erwartet und freudig begrüsst. Trotz mangelnder Spanischkenntnisse hatten wir keine grossen Schwierigkeiten uns mit den Kindern zu verständigen und wir schlugen uns mit Händen und Füssen durch.

Die Arbeit stellte sich aber als anstrengender und herausfordernder heraus als wir sie uns vorgestellt hatten. Da wir beide noch zur Schule gehen, waren wir noch keine so langen und intensiven Arbeitstage gewöhnt und kamen Abends sehr erschöpft nach Hause. Zudem ging uns das Schicksal der Kranken sehr ans Herz und die leidenden Kinder und verzweifelten Eltern bewegten uns sehr. Oft gelang es uns nur für wenige Minuten die Kinder von ihrer Trauer abzulenken und zum Lachen zu bringen. Die heiteren Abendessen am Ende jedes Arbeitstages spielten dabei eine grosse Rolle und war ein sehr guter Ausgleich für uns und gaben uns Kraft für den nächsten Tag.

Die Zeit in Ecuador war eine sehr einzigartige Erfahrung, gefüllt mit vielen besonderen Erlebnissen, die wir nie vergessen werden.

Einen besonderen Dank gilt dabei Margaritas Eltern, die uns herzlich zu sich aufgenommen haben und immer dafür sorgten, dass es uns gut ging und wir uns wohl fühlten.
Wir wollen uns auch herzlich bei der ganzen Organisation bedanken, die uns die Chance gaben uns für diese tolle Sache einzusetzen und uns mit wertvollen Tipps auf die Reise vorbereiteten.

Antonia Unger und Celina Gerecke, 2017 


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